4.6.2026
SL Insight Newsletter #38
BAG-Vizedirektor anerkennt den GENEROUS-Mechanismus
Marcel Boller
Im Interview mit «Finanz und Wirtschaft» vom 2. Juni 2026 ordnet Kristian Schneider, stellvertretender Direktor des Bundesamts für Gesundheit (BAG), die Folgen der neuen US-Preispolitik für die Schweiz ein.
Was sind die Kernpunkte?
- Kristian Schneider beschreibt die Referenzkorb-Logik korrekt und nennt als Ziel, im US-Vergleichskorb nicht das günstigste oder zweitgünstigste Land zu sein
- Auf die Frage, ob das BAG die Tragweite des US-Systems verkenne, antwortet er «Nein»; man treffe sich wöchentlich mit der Industrie, kenne die Verträge mit der US-Regierung aber bislang nicht
Was bedeutet das für die Schweiz?
Der Befund aus den letzten Ausgaben (das BAG kenne den GENEROUS-Mechanismus nicht) lässt sich in dieser Form nicht aufrechterhalten.
Zwei Präzisierungen bleiben aber wesentlich: Erstens adressiert Schneider die Zweitpreis-Logik, nicht die Kaufkraftbereinigung (PPP), die Indermitte als «Angstmacherei» abtat. Zweitens ist offen, ob zwischen April (Indermitte) und Juni (Schneider) eine interne Divergenz oder eine Entwicklung liegt. Für die Schweiz als Standort zählt ohnehin weniger, ob das BAG den Mechanismus versteht, als ob es daraus eine Preisstrategie ableitet.
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