23.2.2026

SL Insight Newsletter #21

KP2-Vernehmlassung: “Netto-Firewall” statt MFN-Schutz

Marcel Boller

Der Bundesrat hat am 19. Februar 2026 die Vernehmlassung zur Umsetzung des Kostendämpfungspakets 2 eröffnet. Inhaltlich ist das Paket primär “innenpolitisch”: APV/TQV werden verfeinert, Preismodelle samt Vertraulichkeit gesetzlich verankert, Volumen-Clawbacks vorbereitet (Kostenfolgemodelle; avisiert ab 2029)..

Was sagt die Vorlage zu MFN?

Der Bericht enthält keinen einzigen Mechanismus, der die Schweiz als externes Referenzland entschärft (weder GDP-PPP noch “US spill-over” werden adressiert). Die angepasste Confidentiality-Architektur ist der einzige echte MFN-Hebel.

MFN-Risiko bleibt bestehen

Für Unternehmen bleibt das Kernrisiko bestehen: GDP-PPP-basierte US-Referenzlogik knüpft typischerweise an den sichtbaren Schweizer Preisanker an; die Verfeinerungen von APV/TQV drücken diesen weiter nach unten. Praktisch verschiebt sich die Verteidigungslinie noch stärker auf “high list / low net” – mit entsprechendem Governance- und Leak-Risiko.

Hier geht es zur Vernehmlassung